Sachsen-Anhalt erringt 3. Platz bei Bundesfinale JTFO

JTFO ist die Abkürzung für Jugend trainiert für Olympia. Dies ist der weltweit größte Schulsportwettbewerb. Dieser Wettbewerb wird in 2 Altersklassen getrennt nach Mädchen und Jungen ausgetragen. Teilnehmen im Tischtennis können alle Schulen, welche mind. 7 Spieler bzw. Spielerinnen aufstellen können. Um in das Bundesfinale einziehen zu können muss man sich in den jeweiligen Bundesländern qualifizieren. Das Landesfinale für Sachsen- Anhalt fand im März in Zerbst statt.

Dort konnten sich bei den Mädchen und Jungen das Geschwister- Scholl- Gymnasium Sangerhausen in der Wettkampfklasse III (WKIII Jahrgang 2002-2005) durchsetzen.

In der WK II (Jahrgang 2000-2003) gewannen bei den Mädchen die Europaschule Gymnasium Gommern und bei den Jungen das Giebichenstein- Gymnasium aus Halle das jeweilige Landesfinale.

Damit war der Weg für diese Schulen nach Berlin zum Bundesfinale vom 02.05.2017 bis 06.05.2017 geebnet. Dort traf man an 2 Wettkampftagen auf die jeweiligen Landessieger der anderen 15 Bundesländer. Die beiden Gruppenersten schafften den Sprung in die Endrunde. Dort wird dann um die Plätze 1-8 im KO- System weitergespielt.

Bei der WK III der Mädchen belegte das Gymnasium Sangerhausen den 14. Platz der Abschlusstabelle. Lediglich die in Riestedt spielende Luisa Reising konnte überzeugen und alle Einzelspiele für sich entscheiden.

Besser machten es die Jungs aus Sangerhausen in der WK III. Dort spielten mehrere Spieler, die in Riestedt das Tischtennisspielen erlernten. Sie konnten sich am Ende über einen sehr guten 8. Platz freuen.

Das Niveau bei der höheren Altersklasse war extrem hoch. Umso erfreulicher ist der 12. Platz des Gymnasiums Halle. Aufhorchen konnte Robin Weber vom TTE Halle mit einem Satzerfolg gegen den Regionalligaspieler Fernando Janz aus Berlin. Auch seine Mitspieler vom TTE Halle wussten zu überzeugen.

Für das Gymnasium Gommern war es die 3. Teilnahme an JTFO. Und bei jeder Teilnahme war mit dem Team aus Schwarzenbek (Schleswig-Holstein) der Turnierfavorit in die Gruppe gelost worden. Wie auch in den Jahren zuvor setzte es gleich im ersten Spiel gegen Schwarzenbek eine klare 2:7 Niederlage. Etwas bedrückt durch diese etwas zu hohe Niederlage konnten sich die Gommeraner Mädels gegen die etwas schwächeren Berliner mit 9:0 durchsetzen. In diesem Spiel setzten die Gommeraner auch ihren „EdelJoker“ Rosemarie Külz ein. Sie spielt noch nicht lange Tischtennis und konnte trotzdem ihr Spiel klar für sich entscheiden. Dadurch kam es zu einem Endspiel um den 2. Platz gegen das stark eingeschätze Gymnasium aus Baden-Württemberg. In diesem Spiel wussten die Mädels aus Sachsen- Anhalt mit 6:3 zu überzeugen. Damit schafften sie erstmals die Siegerrunde.

Im Viertelfinale am nächsten Tag war dann Nordrhein-Westfalen der Gegner. Diese Mannschaft war als Gruppensieger als Favorit in das Spiel gegangen. Auf Grund der mannschaftlichen Geschlossenheit und der Ausgeglichenheit innerhalb der Mannschaft konnte ein überaus knapper 5:4 Sieg bejubelt werden. Damit war das Halbfinale und mind. der 4 Platz gesichert. Das Halbfinale gegen die sehr starken Bayern wurde mit 2:5 verloren. Damit kam es im Spiel um Platz 3 zu einem Wiedersehen mit Schleswig-Holstein, welche deutlich mit 0:5 im Halbfinale gegen Hessen verloren haben.

Die Voraussetzungen waren klar. Schleswig-Holstein war nicht nur auf Grund des hohen Sieges in der Gruppe der klare Favorit.

Aber auch durch die tolle Unterstützung der anderen Teams aus Sachsen-Anhalt wuchs jeder einzelne Spieler über sich hinaus. Im oberen Paarkreuz behielten Leonie und Pia Gottschalk im Gegensatz zum ersten Spiel die Nerven und spielten sich förmlich in einen Rausch. Nachdem sie das Doppel gewonnen haben konnten die beiden ihre Gegnerinnen im Einzel bezwingen. Wie im Rausch spielte sich auch Hanna Hasselberg. In der Vorrunde noch deutlich unterlegen, zeigte sie durch starken Siegeswillen ihr wahres Können und bezwang ihre Gegnerin in beeindruckender Art und Weise. Da auch Annika Wegner einen Supertag erwischt hat und ihr Spiel ebenfalls gewinnen konnte, mussten Mandy Kramer und Jolina Leopold im Einzel nicht mehr eingreifen und der nicht für möglich gehaltene 5:1 Erfolg war perfekt.

Das Erlebnis den Pokal für den 3. Platz bei der Abschlussabendveranstaltung in der vollen Max-Schmeling-Halle in Empfang nehmen zu dürfen war für alle Spieler und Betreuer ein Supererlebnis und Ansporn für die kommenden Aufgaben.

Ein großer Dank geht an die Heimtrainer aus Gommern und dem Stützpunkt Biederitz/ Möser. Ohne deren Arbeit wäre dieser sensationelle Erfolg nicht möglich gewesen.